Reisegepäck – Von den einheimischen Thai getragen

Reisegepäck – Von den einheimischen Thai getragen
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Es ist immer wieder ein merkwürdiges Szenario, bei dem man sich eher schlecht und ausnutzend fühlt als erleichtert, weil man sein schweres Reisegepäck nicht selbst tragen muss. Wer mit der Fähre auf Thailands Trauminseln Koh Samui, Koh Phangan oder Koh Tao ankommt, wird für gewöhnlich von einem großen Gewusel in Empfang genommen. Taxifahrer buhlen um potenzielle Kundschaft, Mitarbeiter von Resorts wedeln mit Flyern durch die Gegend, um die Neuankömmlinge von ihrer Unterkunft zu überzeugen. Und: Wer bereits ein Hotel gebucht hat, wird meist von Chauffeuren mit Namensschildern in der Hand begrüßt und zum klimatisierten Fahrzeugtransfer gebeten.

Häufig handelt es sich bei den Chauffeuren um kleine, schmächtige Thai, die sich in Nullkommanix das superschwere Gepäck überschnallen und mit Schweißperlen auf der Stirn und unterdrücktem Stöhnen zum Wagen hecheln. Und da läuft man dann nebenher und fühlt sich schlecht. Warum soll jemand, der zwei Köpfe kleiner und drei Schultern schmaler ist, den Koffer tragen, der einem selbst schon zu schwer ist? Aber jegliche Vorstöße, ihm das Gepäck (zum Beispiel von Koffer 24) wieder wegzunehmen und es selbst zu schleppen, scheitern – da sind die Thai sehr stolz, fleißig und diszipliniert. Es ist ihnen ein Bedürfnis, ihren Job so gut wie möglich zu machen. Schlecht sollte man sich also nur fühlen, wenn man ihnen dieses Bedürfnis kaputt macht. Andere Länder, andere Sitten…


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